Die spanische Nationalmannschaft gewann zum zweiten Mal die Weltmeisterschaft nach einem wenig denkwürdigen Spiel gegen Argentinien am Rande von New York. Genau wie vor 16 Jahren in Südafrika reichte den „nuestros hermanos“ (unseren Brüdern) ein einziges Tor zum Titelgewinn: Ferran Torres, der Held einer Partie, die „La Roja“ bis zur Führung in der Verlängerung dominierte. Argentinien versuchte alles, um ein Elfmeterschießen zu erzwingen, doch der Platzverweis von Enzo Fernández kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit besiegelte das Schicksal der Albiceleste. Spaniens Geheimnis lag einmal mehr in der Spielkontrolle und dem Ballbesitz, die es ihnen, auch wenn sie nicht immer blitzschnell agierten, ermöglichten, stets näher am gegnerischen Strafraum zu sein. Luis de la Fuentes Team neutralisierte Lionel Messi – etwas, das keinem anderen Team bei dieser Weltmeisterschaft gelungen war – und für einen Nachmittag war der argentinische Superstar auch nur ein Mensch. Er hatte selten den Ball, schoss nicht aufs Tor und ließ seine Präsenz erst aufblitzen, nachdem Argentinien in Rückstand geraten war – in einer zwar energischen, aber verspäteten Reaktion auf das spanische Tor.
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