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Portugal patzt im Auftaktspiel der Weltmeisterschaft 2026.

Die Reise der portugiesischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 begann mit einer ernüchternden Niederlage in Houston, Texas. Das Unentschieden gegen die Demokratische Republik Kongo legte die Schwächen einer Mannschaft offen, die trotz ihres immensen individuellen Talents eine besorgniserregende Langsamkeit in ihren Spielzügen und eine taktische Vorhersehbarkeit offenbarte, die den afrikanischen Mannschaftsteilen in die Karten spielte.

In einem Turnier dieser Größenordnung, wo Fehler teuer zu stehen kommen, musste Portugal schmerzlich erfahren, dass theoretische Favoritenrolle auf dem Platz keine Spiele gewinnt. Das hinterließ einen bitteren Nachgeschmack, aber auch die Gewissheit, dass die Weltmeisterschaft kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Die Überraschung begann mit Roberto Martínez' Startaufstellung. Während Kritiker und Fans erwartet hatten, das Duo Rúben Dias (leider verletzungsbedingt ausgefallen) und Gonçalo Inácio in der defensiven Achse zu sehen, reiste Portugal mit Tomás Araújo und Renato Veiga in der Startelf zur WM.

Das Wagnis erwies sich angesichts der enormen Physis der kongolesischen Angreifer als etwas unsicher. Dennoch schien der Spielbeginn einen ruhigen Abend für die Nationalmannschaft zu versprechen. Doch bereits nach sechs Minuten legte Portugal einen starken Start hin und ging in Führung. Pedro Neto lieferte eine präzise Vorlage, und João Neves brachte mit einem unglaublichen Kopfball die Tausenden von Auswanderern auf den Tribünen zum Jubeln. Die übliche Begeisterung hallte durch Texas, und der charismatische Zé do Bombo gab den Ton für die portugiesischen Feierlichkeiten an. Kongos Antwort ließ nicht lange auf sich warten und zeigte, dass sie nicht nur zum Verteidigen da waren. In der 11. Minute feuerte Yoane Wissa einen gefährlichen Schuss ab, der Diogo Costas rechten Pfosten streifte, und in der 16. Minute wurde Bakambus wuchtiger Schuss von João Cancelo zur Ecke abgewehrt. Portugal hatte zwar den Ballbesitz, aber es fehlte an Intensität. Bruno Fernandes versuchte einen Schuss von außerhalb des Strafraums, doch der Ball ging daneben, während die Ränge gemeinsam Diogo Jota anfeuerten. Die umstrittene Trinkpause kam, und mit ihr der gewohnte brasilianische Rhythmus. Anstatt die Brasilianer mit Flüssigkeit zu versorgen, kühlte die Pause das Spiel ab und ließ es lauwarm und planlos wirken. Nur die Zuschauer wirkten aktiv und lebhaft und erzeugten eine Welle der Begeisterung, als wollten sie von der Mannschaft, die zwar früh in Führung gegangen war, sich dann aber nicht mehr weiterentwickelt hatte, mehr Durchschlagskraft fordern.

Bis die Strafe für diese Passivität kam. Und zwar auf denkbar schlechteste Weise, direkt mit dem Halbzeitpfiff: Nachdem ein Schuss von Moutoussamy von der Abwehr abgefangen worden war, erhielt die DR Kongo zwei Eckbälle. Der erste diente als Warnung, der zweite war ein eklatanter Fehler: Yoane Wissa stand völlig frei im Strafraum, ohne Gegenspieler, und köpfte den Ball ins Netz. Ein unverständliches Versagen der jungen Abwehrreihe besiegelte den 1:1-Spielstand noch vor der Kabinenpause. Martínez wechselte zur Halbzeit: Er nahm den bis dahin eher unauffälligen Bernardo Silva vom Feld und brachte Francisco Conceição. Der temperamentvolle Spieler belebte den Angriff und trieb die Mannschaft an. Portugal versuchte es… aber es gelang ihm nicht. In der 54. Minute schickte Ronaldo Nuno Mendes auf die Reise, der flankte, und Bruno Fernandes musste mit ansehen, wie ihm zwei Verteidiger im Fünfmeterraum den Ball aus dem Mund rissen.

Nur eine Minute später erzielte Cancelo ein Traumtor per Fallrückzieher, das jedoch wegen Abseits aberkannt wurde. Welch ein Pech! Das Spiel entwickelte sich zu einem wahren Hin und Her: In der 57. Minute überragte Bakambu Bruno und traf den Pfosten; in der 61. Minute schoss Kapuadi knapp am Tor von Diogo Costa vorbei. Portugal beharrte unverständlicherweise auf langen, einfachen Flanken, die die kongolesische Abwehrmauer abwehrte. Es lohnte sich nicht. Bis Ronaldo in der 68. Minute nach einem Lauf von Conceição die 2:1-Führung vor Augen hatte, aber schlecht positioniert daneben schoss und Bruno Fernandes mit ausgestreckten Armen hilflos zurückließ. Martínez war mit dem Gesehenen unzufrieden und wechselte in der 72. Minute erneut doppelt: Nuno Mendes und Pedro Neto gingen vom Platz, Nélson Semedo und Rafael Leão kamen ins Spiel, Cancelo rückte auf den linken Flügel. In derselben Minute tauchte Ronaldo allein vor dem Tor auf, schoss aber erneut daneben. Die Zuschauer auf den Rängen jubelten ihrem Kapitän zu, während auf der Videoleinwand eine unerwartete Wendung zu sehen war: 5 Chancen für Portugal gegen… 8 für Kongo. Eine Veränderung musste her. Martínez ging ein Risiko ein und brachte in der entscheidenden Schlussphase Gonçalo Ramos für Vitinha, doch die kongolesische Abwehr ließ den Angriffen der Portugiesen nichts anbrennen.

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