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WM 2026: Ist das überhaupt noch Fußball – oder nur ein Milliardenprojekt?

Die Weltmeisterschaft 2026 ist größer als je zuvor. Mehr Mannschaften, mehr Spiele, mehr Stadien, mehr TV-Rechte und natürlich mehr Geld. Die FIFA spricht von einer historischen Entwicklung des Fußballs. Ich frage mich dagegen: Für wen eigentlich?

Natürlich freuen sich Fans über zusätzliche Spiele und neue Nationen auf der großen Bühne. Das ist die schöne Seite der Medaille. Doch gleichzeitig verliert das Turnier genau das, was eine Weltmeisterschaft früher so besonders gemacht hat: Exklusivität.

48 Teilnehmer – braucht es das wirklich? Oder geht es längst nicht mehr darum, die besten Nationalmannschaften der Welt zu finden, sondern möglichst viele Märkte zu erschließen? Je mehr Länder teilnehmen, desto mehr Fernsehzuschauer, Sponsoren und Einnahmen. Sportlich wirkt die Aufstockung dagegen nicht automatisch wie ein Gewinn. Auch der Spielplan wirft Fragen auf. Immer mehr Partien bedeuten eine enorme Belastung für Spieler, die ohnehin schon am Limit sind. Viele Profis absolvieren inzwischen über 60 Pflichtspiele pro Saison. Irgendwann stellt sich die Frage: Wann ist genug? Gleichzeitig wird die WM immer stärker zu einem gigantischen Event. Riesige Shows, spektakuläre Inszenierungen und ein Marketingapparat, der kaum noch Grenzen kennt. Manchmal entsteht der Eindruck, dass das eigentliche Fußballspiel nur noch das Rahmenprogramm eines globalen Unterhaltungsspektakels ist.

Und dann ist da noch die Frage nach den Gastgebern. Drei Länder, riesige Entfernungen und tausende Flugkilometer zwischen einzelnen Spielorten. Das mag organisatorisch beeindruckend sein, nachhaltig wirkt es allerdings kaum. Ausgerechnet in einer Zeit, in der nahezu jede Branche über Klimaschutz spricht, wächst das größte Fußballturnier der Welt weiter. Versteht mich nicht falsch: Die WM bleibt für viele das größte Fußballereignis überhaupt. Wenn der Ball rollt, fiebern Milliarden Menschen mit. Emotionen, Überraschungen und große Geschichten wird es auch 2026 wieder geben. Daran besteht kein Zweifel. Aber genau deshalb sollte man sich trauen, kritische Fragen zu stellen. Muss größer automatisch besser sein? Ist mehr wirklich mehr? Oder laufen wir Gefahr, dass die Weltmeisterschaft Schritt für Schritt ihren besonderen Charakter verliert?

Mich interessiert eure Meinung.

Ist die WM 2026 ein logischer Schritt für die Zukunft des Fußballs – oder der Moment, in dem das Geschäft endgültig wichtiger geworden ist als der Sport?

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